Schönes Wetter, geile
Bands und Stromausfall
Am Mittwoch fand das
diesjährige Sonisphere Festival in Yverdon statt. Schon am Nachmittag um 15 Uhr
wurden die Tore geöffnet und tausende Metalfans aus der Schweiz, Frankreich,
Deutschland und sogar aus Spanien pilgerten in den Kanton Waadt.
In der glühenden Hitze machte
die Pagan-Metal Band Eluveitie den Auftakt. Allerdings durften sie nur
ca. eine halbe Stunde spielen. Danach gab sich schon die französische
Death-Metal Band Gojira die Ehre. Da passierte ein kleines Missgeschick:
Während den heftigen Gitarrenklängen war auf einmal nichts mehr zu hören. Hatte
jemand den Stecker raus gezogen oder gab es einen Stromausfall? Die Schuld lag
wohl an der Technik.
Das plötzliche Ausfallen der
Musik setzte sich bei der amerikanischen Band Mastodon fort. Immer
häufiger spielten die „Mastodudes“ wunderschöne Riffs, und zu hören war nichts.
Dies löste Verdruss und Ärger beim Publikum aus. Aber Mastodon liess sich nicht davon beirren
und spielte wie echte Profis einfach weiter. Hut ab für die vier Jungs aus
Amerika, aber ein lautes „Buuuh!“ für die Technik.
Bei Slayer waren die
technischen Schwierigkeiten glücklicherweise wieder behoben und die Thrash-Metaler
lieferten einen souveränen Auftritt. Um den Gig der kalifornischen Schlächter
zu beschreiben, braucht es nur zwei Worte: äusserst präzise.
Auch Motörhead war wie
immer grossartig. Die obligatorischen Worte des Frontmanns Lemmy „We are
Motörhead and we play fucking Rock’n’Roll“ durften natürlich auch nicht
fehlen.
Schliesslich kam der Hauptact
auf die Bühne: Metallica. Das ganze Black Album hatten sie im
Gepäck, da dies nun schon seit 20 Jahren besteht. Natürlich spielten sie auch
andere Klassiker. Schon der zweite Song war das legendäre Master of Puppets
und die Euphorie des Publikums, die dabei entstand, hielt das ganze Konzert an.
Mit Lasern, Feuerwerk und Ballons wurde die ganze Show aufgepeppt. Der
Frontmann James Hetfield bemerkte etwas, was dem Publikum schon lange aufgefallen
war: „It’s beautiful here, but it smells
bad!“. Vom Neuenburgersee kam nämlich ein fischiger Windhauch. Vielleicht war
dieser penetrierende Duft der Grund dafür, dass sich die vier Jungs beim Song Nothing
Else Matters verspielt haben. Ja, auch den Grossen unterläuft mal ein
kleiner Fehler, aber das macht sie nur umso sympathischer. Und die Freude des
Publikums konnte dadurch sowieso nicht gebremst werden.
Was allerdings dem
vollkommenen Glück im Wege stand, war die Wartezeit vor der Bar. Bis zu 30 Minuten
mussten die durstigen Zuschauer verweilen, um ein kühles Bier zu ergattern.
Letztendlich war das
Sonisphere 2012 ein gelungener Anlass, um den Festivalsommer einzuläuten.
Text: Janine Rufener, Bilder: Yannik Waeber








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