Donnerstag, 28. April 2011

Für dich getestet: Stadtgolf in Freiburg im Üechtland

„Wo ist der Ball?“ Dies ist wohl der am häufigsten gefragte Satz beim Stadtgolf in Freiburg, denn der Parcours führt an Gärten, der Saane und an Feldern vorbei. Um den meist gelbfarbenen Ball im hohen Gras wieder zu finden, müssen schon einige Löwenzahnblumen ihren Kopf lassen, denn sonst ist die Suche vergebens. Wir hatten allerdings das Glück, dass wir zwar unsere eigenen Bälle nie fanden (*lach*), aber dafür immer andere verloren gegangene. „We are the ball finders“ (*noch mal lach*).
Bei einigen Plätzen ist es allerdings sehr schwierig keine Mitmenschen zu verletzten, denn zum Beispiel auf dem Fussballplatz in der Altstadt tummeln sich auch gerne mal kleine Kinder und verliebte Pärchen auf dem Rasen. Doch mit einem lauten „Achtung!“ können blaue Augen vermieden werden.
18 Löcher zählt der Kurs und soll mindestens 4 ½ Stunden dauern, aber nicht mit uns, denn mit dem dazugehörigen Plan bekommen wir nicht nur unsere wunderschöne Altstadt zu Gesicht, sondern auch ein paar von unseren besten Beizen. Da wäre schon mal zum Beispiel das Café du Paon mit seinem herrlichen Absinth, später das Tirlibaum, wo man unseren geliebten Freigeist Hubert Audriaz des Öfteren antrifft, dann gibt’s noch Banshee’s Lodge, dem kleinsten Irish Pub und zu guter letzt ein kühles Magners auf einer der schönsten Terrassen der Stadt, die sich im Belvédère befindet.
Wir fühlen uns noch in der Lage, weiter einzulochen (*lach* dirty mind), also geht es weiter. Doch da wir die nun verschlagenen Bälle nicht mehr finden, gehen wir frohen Gemüts auf unsere Heimreise und machen noch ein paar schlechte Witze übers einlochen, über Bälle und Schläger.
Das Stadtgolf ist zwar teuer (pro Person 9CHF), aber niemand motzt, wenn die Profigolfer halt nicht alle Bälle wieder zurückbringen.
Noch ein kleiner Tipp: nicht jeder braucht einen Schläger, denn sharing is caring und zu dem auch billiger! 
J.R.
                                                                                        Bild: Yannik Waeber

Philosophieren am Stammtisch übers Dick und Dünn sein

In unserer nach Perfektion strebenden Gesellschaft scheint neben Status und Geld nur noch eins zu zählen, das Aussehen. Schon im Kindesalter wird uns von den Eltern erklärt, was wir wieso nicht anziehen dürfen, denn die LEUTE könnten ja was Schlimmes über uns denken. Wer sind diese LEUTE, die den lieben langen Tag nichts Besseres zu tun haben, als mit dem Fernglas am Fenster zu stehen und zu beobachten, wie die Nachbarskinder gekleidet sind?
Viel schlimmer wird es dann, wenn wir grösser werden. Mit einer regelrechten Gehirnwäsche wird uns eingetrichtert, dass es als Frau nur ein Ziel gibt im Leben: Dünn sein. Sobald Frau ein paar Kilos zu viel hat, wird sie darauf hingewiesen, dass sie doch bitte abnehmen soll. Sorry, aber an einigen Pfunden mehr auf der Waage ist doch wirklich nichts auszusetzen, oder? Bei starkem Übergewicht mit Folgen für die Gesundheit, kann ich es ja verstehen, aber auch da gilt: C’est le ton qui fait la musique! Denn viele Schlankheitsfanatiker weisen nicht nur auf die blosse Möglichkeit abzunehmen hin, sondern Frau wird geradewegs aufs Schafott gestellt und angeprangert: „Dein Arsch ist zu fett. In deinem Alter sollte man nicht mehr als 50Kg wiegen. Nein, dieses Eis solltest du jetzt wirklich nicht essen. Um Gottes Willen, wie du wieder aussiehst!“ Was soll das? Ist denn der Gesellschaft nicht bewusst, dass genau solche „gut gemeinten“ Aussagen fatale Folgen haben können? Wie vielen jungen Frauen, oder auch Männern, wurden somit unnötige Komplexe gemacht, wobei sie sich in eine zum Tod führende Magersucht gestürzt haben? LEUTE wacht auf! Überlegt bitte, bevor ihr es wieder einmal „gut meint“! Denn die Person, die die Kritik über ihren Körper ertragen muss, könnte gerade in einer instabilen psychischen Verfassung sein, was ja in unserer stressigen Zeit nicht gerade selten vorkommt. Und das „du bist zu fett“ könnte gerade ihr Gnadenstoss sein, wobei Selbstmord die Folge sein kann.
Der Gesellschaft soll gesagt sein: Es ist gut anders zu sein, es müssen nicht alle Menschen auf dieser Welt dünn sein, wir müssen nicht alle der Norm entsprechen. Und was ist schon die Norm? Ein weiteres Konstrukt unserer Gesellschaft!
Auch wenn es übertrieben utopisch klingt: Lasst uns stolz auf unserer Kilos sein und scheiss drauf, was die LEUTE von uns halten!
J.R.

Mittwoch, 20. April 2011

Für dich erlebt: Das Leben als Zombie

„Schlitzen, hacken, Zombies schlachten.“ Dies muss wohl das Motto von unserem lokalen Hobbyfilmemacher Al Spicher sein, der für sein Projekt Tollmais Movies kein Auge trocken lässt. Auch ich habe die grosse Ehre, in einem seiner Splatter Filme drauf zu gehen. Wie der Name Splatter schon sagt, geht es um viele Blutspritzer. Mit einfachen Mitteln zaubert der Regisseur tolle Effekte: Seine Requisiten sind vor allem Kunstbluttüten, Sirup-Wasserfarben-Gemische, Plastikkörperteile und Böller. Die Bluttüte und der etwas grössere Frauenfurz werden auf eine selbst gebastelte Schutzplatte an den Körper geklebt, angezündet und schon sieht es so aus, als würde der Zombie gerade von der Hand der Justiz erschossen. Natürlich braucht es noch ein paar schauspielerische Fähigkeiten von den Zombies, ein einfaches Päng reicht da nicht. Schliesslich muss die lebende Leiche noch wie ein Kartoffelsack zu Boden fallen, damit die Illusion des Erschossenwerdens perfekt ist.
Bevor ich als Zombie gefilmt werde, muss ich allerdings noch geschminkt werden, denn auch bei diesen verwesten Körpern gilt: Kleider machen Leichen. Der Dresscode ist simpel, denn nach dem Dreh kann man das mit Kunstblut voll gespritzte T-Shirt eh nicht mehr für eine Gala anziehen. Auf das Gesicht kommt eklige grüne Latexfarbe, etwas Schwarz und Rot.
Danach heisst es eins werden mit dem Waldboden, denn meine Rolle ist es, plötzlich aus der Erde zu erscheinen. Also suchen wir ein Loch, ich liege rein und meine Freunde schütten ganz viel Laub über mich. Dies ist nichts für Leute mit Klaustrophobie, Nyctophobie oder Arachnophobie, denn es ist ziemlich eng in dieser Mulde, dunkel und es scheinen verschiedene Krabbelviecher auf mir ein Picknick zu veranstalten.
Mit einem Beil bewaffnet und meinem Essen, das ich in Form einer Gummihand zu mir nehme, torkle ich durch den Wald. Auch meine anderen Zombiefreunde sehen echt gut aus. Einem wird sogar das Bein abgeschossen! Es ist herrlich zu sehen, was man mit ein bisschen roter Farbe, Schläuchen und ein paar Plastikflaschen alles basteln kann.
Schlussendlich werden wir armen Zombies allerdings von der Elite Truppe Zömbel Squad, zur Erhaltung der menschlichen Spezies, niedergestreckt. Es bleibt die Frage: Sind wir wirklich tot?

Fazit: Diese Filme dürfen die Zuschauer einfach nicht Ernst nehmen, denn sie sind vor allem auf unsere Lachmuskeln angesetzt, und wer das Privileg hat eine kurzlebige Zombierolle zu spielen, darf keineswegs verklemmt oder zimperlich sein. Für mich ist die Berührung mit dieser anderen Art der Kunst ein grosser Spass und das Kind in der Frau darf endlich wieder einmal raus und spielen.  Muahahaha!
J.R.

                                                                                                      

Dienstag, 19. April 2011

Philosophieren am Stammtisch über Facebook

„It’s not Assbook. It’s Facebook.“ Dieser Satz musste sich schon Bart Simpson klarmachen bei einer seiner “ich muss alles 100 Mal an die Wandtafel schreiben” – Szene. Doch um ehrlich zu sein, denken wir nicht manchmal auch, dass es eher Arschbuch, als Gesichtsbuch heissen sollte? Wie viele Leute haben zwanghaft das Gefühl sich ständig präsentieren zu müssen? „Kuck mal, mein geiler Hintern und meine mega Titten“ scheinen einige Profilbilder geradezu zu schreien. Mit dem Argument, dass man doch den Kontakt mit guten alten Bekannten wieder herstellen kann, wollen viele die Begründung für diesen fast krankhaften Wahn liefern. Die Frage: Hat Mann/Frau wirklich Bock seine alten Schulkumpanen wieder zu sehen? Diejenigen, die uns doch als Kinder immer so liebevoll die Frösche ins T-Shirt gesteckt haben, von denen man auf dem Schulweg verprügelt wurde und die in ein Glas gepinkelt hatten, und dann behauptet haben, es sei Süssmost, will man diese Arschgesichter wirklich wieder sehen? Die Antwort ist klar und deutlich: Ja! Denn es gibt nicht schöneres als zu erkennen, dass wir doch alle erwachsen geworden sind und über die alte „ja, ich hab gekotzt, als ich den Süssmost getrunken hatte“ – Geschichte zu lachen. In Erinnerungen schwelgen ist unsere Auffassung von perfekter Nostalgie.
Doch weiter, für die, die nicht im Jahre 1960 auf die Welt gekommen sind: Was ist der Reiz an diesem digitalen „Buch“ für die jüngeren Generationen? Da wären wir wieder bei der übertriebenen Selbstdarstellung, oder? Nicht unbedingt, schliesslich ist es jedem selbst überlassen, welche Fotos, Statusmeldung, Informationen übers Liebes-, Berufs- oder Sexualleben er/sie von sich preisgibt. Facebook wird also eher positiv bewertet, denn es besteht auch die Möglichkeit seine Freunde auf Events aufmerksam zu machen, zu chatten und Urlaubsfotos auszutauschen. Es ist aber zu bemängeln, dass gerade bei den jüngeren Benutzern dieses Portals schwerwiegende Schreibfehler auftreten. Oder was zum Teufel war noch mal „Fuck the Systsem“, „Tradgey and Comedy“ oder „Der grosse Ozian“? Spongebob drüber, sag ich nur.
Fazit: Dein Ding, dein Profil! Um ein Geständnis zu machen: Wir schauen uns die peinlichen fast Nacktbilder unserer „Freunde“ doch gerne an und für die exorbitanten Selbstdarsteller haben wir doch glücklicherweise immer ein müdes Lächeln übrig. Um mit der „Facebook – Sprache“ diese Gedankengänge abzuschliessen: *I like button gedrückt*
J.R. 

Mittwoch, 6. April 2011

PAM nimmt junge Sängerin Lisa Oribasi unter Vertrag.


Die 16-jährige Ausnahmesängerin wird von PAM durch gezielte und sorgsame Förderung ins Musikbusiness eingeführt. Dabei übernimmt PAM das komplette Management der Künstlerin inkl. der Planung von CD Produktionen und Live-Shows. Lisa Oribasis Gesang ist einzigartig und weist einen seh...r hohen Wiedererkennungswert auf, was im Musikzirkus unweigerlich zu einem der wichtigsten Anforderungen gehört. Mit dem dunklen Timbre in ihrer Stimme und mit ihrer Art Gefühle musikalisch auszudrücken vermag sie die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen und überzeugte das Team von PAM und Partner. Zurzeit arbeitet das Team um und mit Lisa u.a. an Websites, Promotionsartikel, Fotos und der Songauswahl für die erste Single.
 

Montag, 4. April 2011

Zensurslifpi schlägt den Boten tot (Artikel aus zuerifluestern.ch)

Zensur ist, wenn man trotzdem lacht. Aber das Lachen bleibt einem im Halse stecken, wenn private Institutionen mit richterlicher Hilfe die Wahrheit unterdrücken.
Wobei, ich gebe es zu: Das mit der „richterlichen Hilfe“ mutmasse ich lediglich. Aber der Reihe nach: Am 2. April 2011 publizierte die Aargauer Zeitung einen detailliert recherchierten Artikel über ein offensichtliches Steuerspar-Modell, in welches einige Exponenten der IFPI involviert sind. Das Wort „Steuerspar-Modell“ ist bewusst sehr vorsichtig gewählt, denn im Klartext handelt es sich offensichtlich um Beihilfe zum Steuerbetrug.
Statt nun die ganze Geschichte zusammenzufassen, sei sie hier im Original zitiert:
„Beamte sehen sich Musiklobby an
Steuern Deutsche Behörden haben Personen aus dem Umfeld des Musik-Verbandes IFPI im Visier
«Game Over». Mit dieser Aktion begann der Interessenverband der Musikindustrie IFPI (unter anderem Universal, Sony, EMI) vor sechs Jahren die Offensive gegen «Raubkopierer» – Personen, die im Web Musikdateien verteilten.
Ende 2005 seien bereits 1500 Fälle in der Schweiz verfolgt worden, berichtete der IFPI-Schweiz-Geschäftsführer. Er bezog sich dabei auf die für ihn eindeutige Gesetzeslage. Im Verlauf von «Game Over» zerrte die IFPI weitere Privatpersonen vor Gericht, die Musik über Tauschbörsen verbreiteten. Meist einigte man sich aussergerichtlich auf Schadenersatzzahlungen von bis zu 10000 Franken.
Neben den dauernden Angriffen mutmasslicher Raubkopierer müssen sich Vertreter der IFPI nun einer unerwarteten Attacke erwehren: Laut Informationen der az interessieren sich seit Wochen mehrere deutsche Behörden fürs Umfeld der IFPI Schweiz wegen Steuerfragen.
Schweizer AG für Lizenzen
Auf die IFPI wurden die Steuerbeamten durch die Zürcher Firma IPGate aufmerksam. Die IPGate gehört einer deutschen Erfinderfamilie, welche die Firma zur Verwertung des geistigen Eigentums einschaltete. Deren Statthalter: der IFPI-Geschäftsführer.
Mitte April 2010 deponierte die IPGate bei der zentralen Steuerstelle Deutschlands ein Begehren auf «Freistellung inländischer Einkünfte vom Steuerabzug». Um in den Genuss dieses Erlasses zu kommen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Etwa der Nachweis, dass die Firma nicht einfach aus einem Briefkasten besteht. Für diesen Nachweis helfen Angestellte. Auch ein Domizil ist von Nutzen, das nicht bekannt ist als Absteige anderer Körperschaften, bei denen die gleichen Leute die Finger im Spiel haben.
Der IFPI-Geschäftsführer präsentierte Bonn die gewünschten Nachweise und erläuterte, warum er mit den Deutschen ins Geschäft kam: Es bestehe eine langjährige Freundschaft und man sei in ähnlichen Geschäftsfeldern tätig. Steuerliche Belange für den IPGate-Sitz in Zürich seien nicht ausschlaggebend gewesen, beteuerte er. Seine Argumente stiessen in Bonn auf offene Ohren. Am 8. Oktober 2010 wurde der IPGate die gewünschte Freistellung gewährt, die Vergütungen flossen in die Schweiz.
Telefonkonferenz sorgt für Fragen
Alles lief für die IPGate. Doch per Zufall schöpften Personen lokaler deutscher Finanzbehörden Verdacht. Man gelangte an Dokumente, die Fragen aufwerfen – sie liegen der az vor.
Ende August 2009 hielt der Vorstand der IFPI eine Telefonkonferenz ab. Traktandiert waren unter anderem die Punkte «Adresse IFPI Schweiz» und «Personal». Zwei Vorstände wollten die Adresse der IFPI ändern. Von der Toblerstrasse 76a in Zürich sollte man an die Kantstrasse 30 ziehen.
Der Antrag wurde gutgeheissen – doch die Kantstrasse 30 gibt es in Zürich nicht. Heute residiert die Musikindustrie-Lobby an der Kraftstrasse 30. Sowohl die Kraftstrasse 30 wie auch die Toblerstrasse 76a gehören zum gleichen Haus – der Umzug fand nur virtuell statt.
Die Parzelle des Gebäudes ist laut Grundbuchamt auf eine Person eingetragen, die ebenfalls für die IFPI Schweiz in Erscheinung trat – als Kläger gegen Tauschbörsennutzer.
Beim Thema «Personal» machte der IFPI-Geschäftsführer dem Vorstand etwas «schmackhaft». Zwei IFPI-Angestellte sollten nicht direkt von IFPI Schweiz entlöhnt werden, sondern von der IPGate. Als Vorteil dieser Lösung für die IFPI steht im Protokoll: «Ich kann jetzt besser Personen suchen, da ich mich nicht verstecken muss. Momentan kann ich nicht unter IFPI Schweiz nach aussen auftreten.» Als Vorteil für die IPGate steht im Dokument: «Kann durch Angestellte besser den steuerrechtlichen ‹Aktivitätsnachweis› erbringen, um die deutsche Abzugssteuer (eine Art Quellen- respektive Verrechnungssteuer) bei Lizenzgeschäften zurückzufordern.» Der Vorstand war gemäss Protokoll auch mit dieser Lösung einverstanden. Später berichtete der IFPI-Geschäftsführer den Bonner Steuerbehörden zur Funktion der zwei Angestellten: «Diese Personen tragen wesentlich zur Weiterentwicklung der IPGate AG bei» – obwohl sie ja offiziell für die IFPI tätig waren.
Diese Vorkommnisse erregen in Deutschland Misstrauen. Auch wenn dort momentan steuerliche Untersuchungen laufen, für alle Involvierten gilt die Unschuldsvermutung.
IFPI: Externe Prüfung angeordnet
Der IFPI-Schweiz-Präsident nahm zu konkreten Fragen der az keine Stellung. Er hielt jedoch fest, die Vorwürfe seien verunglimpfende Behauptungen und Anschuldigungen an den Verband. Und: «Der Vorstand der IFPI erachtet zwar alle Vorwürfe als haltlos, hat aber dennoch eine rechtliche Prüfung durch externe Stellen angeordnet. Bei Vorliegen der Ergebnisse wird der Vorstand entscheiden, ob und wenn ja, in welcher Form Handlungsbedarf besteht und gegebenenfalls darüber informieren. Bis dahin können wir keine weitere Stellung dazu nehmen.»
Auf Anfrage sagte der IFPI-Geschäftsführer in seiner Eigenschaft als IPGate-Verwaltungsrat: «Wir haben keine Anzeichen, dass Finanzämter in Deutschland aktiv wurden.»
Verfasst wurde diese Geschichte von Christian Bütikofer, der sich in der Vergangenheit journalistisch mit allerlei Halbwelts-Gestalten herumschlagen musste. Und seine Geschichten blieben jeweilen im Blatt.
Als er es jetzt aber mit der IFPI aufnehmen wollte, war der Gegner offensichtlich zu gross. Schon wenige Stunden, nachdem die Story online gestellt worden war, musste die „Aargauer Zeitung“ sie vom Netz nehmen. Es lässt sich lediglich vermuten, was hier im Hintergrund abgegangen ist: Die Anwälte von IFPI, Universal Music und EMI haben sich wohl mit geballter Kraft an die AZ Media gewandt, um unter Androhung schrecklicher juristischer Qualen den Artikel zum Verschwinden zu bringen. Denn das einzige, was von ihm noch übrig blieb, war diese Entschuldigung, die am Ende nur blanker Hohn ist:
Denselben Text findet man man, wenn der Artikel via Google gesucht wird oder auf der Homepage der anderen Kopfblätter der Aargauer Zeitung. Immerhin lassen sich via Google-Bildersuche noch einige wenige Informationen finden, die dokumentieren, dass der Artikel wohl durchaus korrekt recherchiert worden ist und mit Belegen unterlegt wurde.
Fazit: Die IFPI mag wohl gerne ein paar Schreibhuren, welche für sie oder in ihrem Auftrag etwas schreiben. Auseinandersetzung mit der Wahrheit ist bei der IFPI aber offensichtlich nicht gefragt.


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