„Wo ist der Ball?“ Dies ist wohl der am häufigsten gefragte Satz beim Stadtgolf in Freiburg, denn der Parcours führt an Gärten, der Saane und an Feldern vorbei. Um den meist gelbfarbenen Ball im hohen Gras wieder zu finden, müssen schon einige Löwenzahnblumen ihren Kopf lassen, denn sonst ist die Suche vergebens. Wir hatten allerdings das Glück, dass wir zwar unsere eigenen Bälle nie fanden (*lach*), aber dafür immer andere verloren gegangene. „We are the ball finders“ (*noch mal lach*).
Bei einigen Plätzen ist es allerdings sehr schwierig keine Mitmenschen zu verletzten, denn zum Beispiel auf dem Fussballplatz in der Altstadt tummeln sich auch gerne mal kleine Kinder und verliebte Pärchen auf dem Rasen. Doch mit einem lauten „Achtung!“ können blaue Augen vermieden werden.
18 Löcher zählt der Kurs und soll mindestens 4 ½ Stunden dauern, aber nicht mit uns, denn mit dem dazugehörigen Plan bekommen wir nicht nur unsere wunderschöne Altstadt zu Gesicht, sondern auch ein paar von unseren besten Beizen. Da wäre schon mal zum Beispiel das Café du Paon mit seinem herrlichen Absinth, später das Tirlibaum, wo man unseren geliebten Freigeist Hubert Audriaz des Öfteren antrifft, dann gibt’s noch Banshee’s Lodge, dem kleinsten Irish Pub und zu guter letzt ein kühles Magners auf einer der schönsten Terrassen der Stadt, die sich im Belvédère befindet.
Wir fühlen uns noch in der Lage, weiter einzulochen (*lach* dirty mind), also geht es weiter. Doch da wir die nun verschlagenen Bälle nicht mehr finden, gehen wir frohen Gemüts auf unsere Heimreise und machen noch ein paar schlechte Witze übers einlochen, über Bälle und Schläger.
Das Stadtgolf ist zwar teuer (pro Person 9CHF), aber niemand motzt, wenn die Profigolfer halt nicht alle Bälle wieder zurückbringen.
Noch ein kleiner Tipp: nicht jeder braucht einen Schläger, denn sharing is caring und zu dem auch billiger!
J.R.
Bild: Yannik Waeber


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