Dienstag, 27. September 2011

Für dich getestet: David’s Music World

Die Musikschule David’s Music World in Düdingen erfreut sich seit 1996 wachsender Beliebtheit. Sie bietet Gitarren-, Schlagzeug-, Bassgitarren-, Tambouren-, Klavier-, Keyboard- und Gesangsunterricht an. Zudem können auch noch Kurse in Theorie und Gehörbildung, musikalische Früherziehung, Sprech- und Schauspielunterricht belegt werden. Meine Wenigkeit nimmt seit einigen Jahren Gitarrenunterricht an der DMW und der Erfolg dieser Schule hat in meinen Augen mehrere Gründe:
  • Es ist anders, als das Konservatorium: Der Schüler kann ganz in seinem eigenen Tempo lernen und wird nicht durch Prüfungen unter Druck gesetzt, die am Konsi schon nach drei Jahren anstehen. Schliesslich lernen einige langsamer als andere.
  • Auf persönliche Wünsche und Interessen wird eingegangen: Schon öfters ist es vorgekommen, dass ich ein Lied gehört hatte, welsches ich unbedingt lernen wollte. Dies stellte nie ein Problem dar, da mein Lehrer stets bereit war, mir dabei behilflich zu sein. Ein strikter Lehrplan ist also nicht vorhanden, denn jeder Schüler will auf ein anderes Ziel hinarbeiten.
  • Jahreskonzerte: Die DMW bietet nicht nur Einzelunterricht an; das Highlight der Schüler ist, einmal im Jahr auf der Bühne des Podiums stehen zu dürfen. Somit können schon die Kleinen erleben, wie es ist mit verschiedenen Leuten und anderen Instrumenten in einer Band zu spielen.
  • Hilfestellung bei anderen Events: Es ist schon mal vorgekommen, dass eine Musikgesellschaft (so eine mit Blasinstrumenten) mich angefragt hat, ob ich nicht bei ihrem nächsten Konzert ein Solo spielen könnte. Easy, dachte ich, aber auch da musste mir mein Lehrer helfen das Solo zu lernen, was er natürlich gern getan hat.
  • Gutes Umfeld: Das Besondere an der DMW ist, dass sie Schüler aus verschiedenen Altersgruppen unterrichtet, ganz im Sinne von „man ist nie zu alt, um etwas zu lernen“ und auch die Lehrer sind „jung geblieben“.  Der Umgang unter den Schülern und Lehrern ist sehr kollegial und so entsteht ein angenehmes Lernklima. Übrigens sind die Lehrer auch immer für ein Spässchen zu haben, hierzu eine kleine Anekdote: An meinen allerersten Jahreskonzert war ich sichtlich nervös – um nicht zu sagen hyperaktiv. Zwei gewisse Lehrer haben sich einen Spass daraus gemacht, mir zu sagen, dass meine Gitarre kaputt gegangen sei! Als sie meinen fassungslosen und entsetzten Gesichtsausdruck sahen, lachten sie herzhaft.
Fazit: Die DMW ist ein Ort, an dem man neue Freunde trifft, mit Gleichgesinnten musizieren kann und vor allem, sein Lieblingsinstrument erlernt. Probiert es einfach mal selber aus. Eine kostenlose Schnupperlektion wartet auf euch!
J.R.

Mittwoch, 21. September 2011

Für dich erlebt: Plattentaufe von The Burden Remains



Die Augen fühlen sich unglaublich schwer an, nur mit Mühe gelingt es mir, sie zu öffnen, und mit einem lauten Stöhnen versuche ich aufzustehen. Was ist letzte Nacht passiert? Alles, was mich daran erinnert, sind die Nackenschmerzen und meine total zerzauste Frisur: The Burden Remains gaben ein unglaublich energiegeladenes Konzert zum Besten. Es lohnt sich also, die Bruchstücke in meinem Kopf zusammenzusetzen und dieses Highlight nochmals Revue passieren zu lassen für diejenigen, die dabei waren und für alle, die sich fragen, ob es sich lohnt an ein Konzert von diesen Lausbuben zu gehen:
Nach langem Warten ist nun endlich der Moment gekommen, an dem die ehemals als Cideraid bekannte Band The Burden Remains ihr Album fertig gestellt hat und dies auch gebührend feiern wollen. Viele Metalfans aus verschiedenen Teilen der Schweiz pilgern zu diesem Anlass ins Nouveau Monde in Freiburg. Es kommen immer mehr bekannte Haarmonster in den Konzertsaal und Tommy Schweizer, dem Sänger und Bassisten, ist die Nervosität sichtlich ins Gesicht geschrieben. Schliesslich muss er seine Stimme schonen und isst zu diesem Zweck reichlich Ricola Bonbons. Nicht nur er, sondern auch die anderen Bandmitglieder haben sich auf diesen Anlass vorbereitet: Der Schlagzeuger Silvan Mangold scheint eine neue Frisur zu haben, doch verbirgt er diese ganz geschickt mit der Begründung: „Erst wenn das Konzert anfängt, nehme ich meine Mütze ab.“
Die geliebte Jeanskutte vom Gitarristen Thomas Jenny wurde hoffentlich zu diesem Anlass noch ein bisschen zusammengeflickt, damit sie den Strapazen standhalten kann, aber dies sind nur Spekulationen, denn was alt bewährt ist, sollte man nicht verbessern. Und auch der andere Gitarrist, Philippe Aebischer, hat wieder seine wunderschöne Gibson Les Paul dabei.
Nun ja, wie alle sehen können, haben sich die vier Freunde herausgeputzt, gut und lange vorbereitet auf diese Plattentaufe. Ihr Baby hat übrigens den Namen Downfall of Man und in ihren Texten ist dies auch das Thema.
Mit einem wuchtigen Anfang, namentlich dem Song To The Wolves, können die Fans nun endlich ihre Nackenwirbel strapazieren und die Haare zum Fliegen bringen. Die Musik scheint durch jedes einzelne Glied des Körpers zu rasen und erfüllt ihn mit einem Gefühl, dass ich nur mit dem Wort superkalifragilistikexpialigetisch bezeichnen kann. Da die Deutung dieses Worts allerdings vielseitig sein kann, versuche ich hierbei dieses Gefühl näher zu beschreiben: Wenn die Musik von The Burden Remains zum Ohr gelangt, löst dies sogleich eine höhere Gehirnaktivität aus. Es kommt zur Ausschüttung von Endorphinen, wobei der Schmerz, der sich im Rücken und im Nacken durch das Schütteln des Kopfes ausbreitet, unterdrückt wird. Kurz gesagt, man fühlt sich, als hätte man eine Droge eingenommen, denn man ist absolut begeistert und glücklich. Diese Droge hat allerdings keine Nebenwirkungen und ist total legal, doch Suchtpotenzial ist bei dieser Musik sicherlich vorhanden. Nun gut, ich schweife wieder einmal ab.
Doch, was wäre dies für ein Erlebnisbericht, wenn ich nicht kurz versuchen würde, den Stil von The Burden Remains zu beschreiben. Diese Musik mit einfachem Thrash Metal gleichzusetzen, wäre wohl the easy way out. So erinnern manche Songs an die Band Nevermore, allerdings lassen sich auch Elemente aus dem Death Metal wieder finden. Die Band selber beschreibt ihren Stil mit Begriffen wie Metal, Thrash und Progressive. Die Texte scheinen den Nerv der Zeit zu treffen: „Men are but creatures full of lust weak-minded treacherous and blind“ dieser Ausschnitt zeigt es deutlich: Es geht um den Mensch schlechthin, um seine Fehler und seine Unvollkommenheit, aber auch um unsere heutige Konsumgesellschaft.
Nun denn… Ihr seht (oder besser lest) es lohnt sich auf alle Fälle sich mit The Burden Remains auseinanderzusetzen und auch mal ein Konzert zu besuchen. Wer ihre Musik hören möchte, kann das gesamte Album gratis (!!!) auf ihrer Website www.theburdenremains.com herunterladen.
Und ich kann euch versichern, die Konzerte sind immer ein Highlight: Da sie nun nicht mehr Cideraid heissen und somit auch nicht mehr auf Cidre zurückgreifen können, entschieden sich die Jungs an der Plattentaufe eine Flasche Bourbon ins Publikum zu werfen, ganz im Sinne von The Bourbon Remains. Während des letzten Songs durften die Fans auf die Bühne und mit aufblasbaren Gitarren mitrocken.
Fazit: Nackenschmerzen am nächsten Tag sind also fast Pflicht, denn man muss zu dieser Musik einfach den Kopf schütteln.
J.R.

Dienstag, 13. September 2011

Philosophieren über die Freundschaft


„Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste was es gibt auf der Welt. Ein Freund bleibt immer Freund und wenn die ganze Welt zusammenfällt!“ Diese Weisheit aus dem Film Die Drei von der Tankstelle, welcher im Jahre 1930 erschienen ist, bewahrheitet sich auch heute noch. Freundschaft ist das A und O, das Ein und Alles, das Sponge und Bob in unserer Zeit. Doch, was zeichnet einen guten Freund aus? Was muss beachtet werden, um eine Freundschaft zu pflegen?
Wenn man dieser Frage nachgeht, fällt einem schon in der Werbung eine mögliche Antwort darauf auf: Ferrero Küsschen gibt folgende Regeln der Freundschaft an: „Nr. 14: Gute Freunde fallen nicht einfach vom Himmel. Sie verdienen es, verwöhnt zu werden.“ „Nr. 9: Gute Freunde tauchen mal ab, aber auch immer wieder auf.“ „Nr. 8: Gute Freunde verstehen sich auch ohne Worte.“ Und die wichtigste Regel: „Nr. 1: Guten Freunden gibt man ein Küsschen.“ Diese Regeln sind allerdings allgemeingültig und können auch auf Verwandte oder tierische Freunde zutreffen.
Jedoch gilt es zu berücksichtigen, dass es auch verschiedene Arten der Freundschaft gibt, so wie beispielsweise die der „Bro’s“. Dies ist die Bezeichnung für Männerfreundschaften und Barney Stinson, aus der Erfolgsserie How I Met Your Mother, ist ein echter Experte und hat seine eigenen Regeln aufgestellt:
  1. Eine Bro-Freundschaft darf niemals durch Frauen, Liebe und Sex gefährdet werden.
  2. Ein Bro versorgt seine Bro's in Notsituationen mit Kondomen.
  3. Ein Bro ist dazu verpflichtet, jede Dummheit zu begehen, wenn die Bro-Mehrheit dafür stimmt.
Dies sind nur einige Richtlinien, denn es gibt ein ganzes Buch davon: The Bro Code ist mit Barney Stinson’s Lebensweisheiten gefüllt.
Jeder hat also seine eigene Vorstellung von einem guten Freund und somit wird Freundschaft individuell definiert. Doch in einem Punkt sind sich alle einig: Das Leben macht mehr Spass, wenn man gute Freunde hat, mit denen man es geniessen kann.
Wir sollten also öfters an unserer Kumpels, Amigos, Genossen, Sympathisanten, Gleichgesinnte und Bro’s denken und darum mögen wir unsere Gläser erheben und auf unsere unersetzbaren Freunde anstossen. Auf euch!
J.R.

Dienstag, 6. September 2011

Philosophieren über die Monotonie des Alltags

Aufstehen, frühstücken, arbeiten, Mittagspause, wieder arbeiten und danach essen und schlafen gehen und dies Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr bis zum Ende der Zeit. Zwischendurch kacken nicht vergessen. Die Monotonie des Alltags scheint unaufhörlich zu sein wie die Existenz eines Mistkäfers, der dazu verdammt ist ständig Dreck vor sich herzurollen, hin und her, bis er selber zu Abfall wird. Diese gehirnzellentötende Routine macht Menschen dumm ohne, dass sie es bemerken, denn durch dieses wiederholende Muster sind viele nicht mehr offen für Neues oder Unerwartetes. Ganz im Stil von: „was der Bauer nicht kennt, isst er nicht“ werden auch ungewöhnliche Aktivitäten verpönt und als nichts Gutes für zivilisierte Bürger angesehen. Schliesslich gilt es nicht nur Gewohnheit in das Leben zu bringen nein, auch die Charakterzüge eines funktionierenden Mitglieds der Gesellschaft werden der Masse angepasst. So ist es zum Beispiel nicht mehr erlaubt am Arbeitsplatz oder in öffentlichen Räumen seine Gefühle zu zeigen. Ist der Bürger traurig und weint, heisst es, er sei eine Heulsuse. Ist er jedoch glücklich und lacht, hat er bewusstseinserweiternde Drogen eingenommen. Doch Gefühle bei Seite, es ist schlimm genug, dass unsere Lebensweisen routiniert sind.
Viele argumentieren, dass sie gar kein langweiliges Leben führen, denn schliesslich haben sie viele Hobbies: Dienstagabend Jassen mit Freunden, Mittwoch proben mit der Musikgesellschaft, Donnerstag ins Fitnesscenter und Samstagmorgen das Kreuzworträtsel machen. Wo bitteschöne ist da das Unerwartete und Aufregende, wenn man genau weiss, wo man wann hingeht und was man da macht?
Mein Tipp um seinen Horizont zu erweitern und dem langweiligen Alltag den Stinkefinger zu zeigen ist: Mindestens einmal pro Monat etwas tun, was man sonst nie tun würde wie zum Beispiel zum Bahnhof gehen und schreien „Ich habe eine Bombe“, an einer Naziparade teilnehmen mit einem T-Shirt auf dem steht „Hitler war voll schwul“ oder Frauen an die Brüste fassen und überlegen ob diese nun echt oder mit Silikon gefüllt sind. Somit lernt man schnell viele verschiedene Leute kennen und es wird einem garantiert nie langweilig, denn schliesslich kann man nie wissen, wie diese reagieren werden.
Ihr seht also, es ist nicht so schwer dieser Einöde zu entfliehen, denn schliesslich findet der Alltag, wie der Name schon sagt, im All statt.
J.R.

Philosophieren über das Gesetz des Widerspruchs

Wie Heinrich von Kleist schon einmal bemerkte, sind wir dem Gesetz des Widerspruchs unterworfen. Dies soll nun kurz erläutert werden: Das Gesetz besagt, dass wir immer das Gegenteil tun von dem, was uns gesagt wird oder unserem Gegenüber auch stets widersprechen. So sagt zum Beispiel unsere Mutter zu uns, in frühen Kinderjahren, dass wir den Kaktus auf dem Balkon nicht berühren sollen, da dieser sticht. Und was tun wir? Wir glauben dieser alten Frau nicht, denn die Pflanze sieht so schön weich und fluffig aus und wir sind überzeugt, dass dieser Kaktus uns niemals stechen wird. Ein lautes „Au!“ ist die Folge von unserem Wunsch der Mutter das Gegenteil zu beweisen.
Aber auch in unseren Erwachsenjahren lässt sich dieses Phänomen beobachten. So sagt mein Kollege beispielsweise, dass das Gitarrensolo von folgendem musikalischen Stück einfach das Beste seit Jimmy Hendrix persönlich sei. Ich schwöre auf Himmel und Hölle, würde sogar meine Hand dafür ins Feuer legen und sage, dass dies das schrecklichste Gitarrengequietsche ist, das ich jemals gehört habe. Ja es sei sogar eher mit dem Krächzen eines malträtierten Meerschweinchens zu vergleichen, als mit musikalischen Tönen und dies sage ich alles nur, weil ich meinem Gesprächspartner nicht zustimmen will.
Warum tun wir das? Warum machen wir das Gegenteil von dem was uns unsere Eltern sagen und warum widersprechen wir unseren Gesprächspartnern? Ist es der Wunsch nach Individualismus? Dem Wunsch sagen zu können: „Nur weil das dir passiert ist muss es mir nicht auch passieren“ oder „nur weil du das so siehst muss es noch lange nicht stimmen“?
Es sei dahingestellt, was uns dazu bewegt, immer und überall zu widersprechen, aber wenn man sich dieses Phänomens erst einmal bewusst ist, ist es doch äusserst amüsant den Leuten bei ihren Gesprächen zuzuhören und wenn einer sagt: „Guck mal dieses hässliche Kleid dort“ wird man als aufmerksamer Zuhörer wissen, was der Andere zur Antwort geben wird.
J.R.

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