Viele junge Menschen stehen nach der obligatorischen Schulzeit vor einem grossen Fragezeichen: Soll eine Lehre gemacht werden oder soll weiter in die Schule gegangen werden? Um ehrlich zu sein, die Meisten, die nicht wissen was sie mit ihrem Leben anfangen wollen, machen die Matura.
Ist diese auch vollendet kann man immer noch eine Lehre beginnen, wenn das Studieren nicht gefällt. Diejenigen, die den zweiten Schritt wagen, gehen an die Uni oder eine Hochschule. Doch seien Sie gewarnt! Die Uni kann der blanke Horror sein:
Auf den ersten Augenschein, scheint noch alles relativ normal zu sein. Doch die erste Hürde ist, sich für die Kurse anzumelden. Jede Uni, jede Fakultät, ja jedes Fachgebiet hat seine eigene Onlineplattform um sich anzumelden. Als Anfänger ist man verwirrt, ratlos und hofft auf Hilfe und wandert ins Sekretariat. Die Sekretärinnen sind meist alte Schreckschrauben, die sofort genervt sind, wenn man sie bei ihrem Kaffeekränzen stört: „Was willst du?“, fragt die Sekretärinnenfurie. „K – k - könnten Sie mir bitte bei der Anmeldung helfen?“ „Das steht doch alles im Internet! Ha, will studieren und kann nicht mal lesen!“ Nun ja, dieser Fall ist wohl einer der extremsten. Zu beachten ist: Nie die Sekretärin um Hilfe bitten wenn: sie Kaffee trinkt, flirtet, Migräne oder Menstruationsbeschwerden hat.
Sollte die erste Hürde gemeistert sein, fängt auch schon das 1. Semester an. Die Professoren scheinen es auf Erstsemestler richtig abgesehen zu haben. Die erste Sprechstunde mit einen Prof. gleicht einem Todesurteil: „Was, das nennst du eine These? Das könnte mein Hamster ja besser formulieren…“ Und wenn der Herr einmal weiss, wo die Schwachstellen des Studenten XY sind, werden diese schamlos vor dem gefüllten Vorlesungssaal demonstriert: „Wie lässt sich nun folgendes in eine These fassen…. Student XY, geben Sie Antwort!“ Das Gefühl, wenn die Augen eines ganzen Saals auf sich gerichtet sind, lässt sich nur mit purem Schrecken vergleichen: Schweissausbrüche und Panikattacken sind unvermeidlich. Ein gutes Deo ist Pflicht!
Das Schlimmste ist allerdings die Prüfungszeit. Durch das Semester hindurch lässt man sich etwas gehen, doch wenn die Examen vor der Tür stehen, ist man einem Burnout schon sehr nahe. Essen, trinken und schlafen wird zur Nebensache, soziale Kontakte werden gemieden, der Student kann nur das sagen, was ihm vom Professor eingehämmert wurde. Man wird zu einem Studierzombie!
Sollten Sie diese Zeilen nicht abgeschreckt haben und Sie fühlen sich immer noch in der Lage einem Leben an der Uni Stand zu halten, dann studieren Sie! Es macht wirklich Spass, vorausgesetzt man steht auf Zombies.
J.R.

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